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Unterstützung läuft Hand in Hand

MENGEN – Die Nachbarschaftshilfe und die Sozialstation St. Anna (St. Anna-Hilfe) arbeiten eng zusammen. Das gilt für Mengen, Hohentengen, Ennetach und Scheer gleichermaßen. Für die Klienten bedeutet die Unterstützung durch die beiden Dienste, dass sie in ihren eigenen vier Wänden bleiben können. Sowohl die Nachbarschaftshelferinnen als auch die Pflegefachkräfte geben den Klienten Ratschläge zu weiterreichenden Unterstützungen des jeweils anderen Dienstes.


Hohes Engagement

Die fleißigen Hände der Nachbarschaftshilfe sind vielfältig tätig und versorgen hilfebedürftige Menschen im häuslichen Bereich: Sie helfen bei der Wohnungsreinigung, bei der Wäschepflege und bei der Essenszubereitung. Auch nach dem Umzug aus dem eigenen Haus oder aus den Lebensräumen für Jung und Alt ins Pflegeheim muss der Kontakt nicht abreißen: die Nachbarschaftshelferinnen lesen dann vor, begleiten beim Spaziergang oder spielen mit dem Bewohner. Die Helferinnen sind einfühlsam und machen Aktivitäten immer von der Tagesform und von der gesundheitlichen Verfassung des Betreuten abhängig.

"Auch Männer engagieren sich in der Nachbarschaftshilfe", informiert die Leiterin der Sozialstation St. Anna, Angelika Grimm. "Ihr Schwerpunkt liegt mehr bei Arbeiten ums Haus. Sie helfen mit Handgriffen im Garten und jetzt wo der Winter naht, etwa mit Schneeräumen." Die Nachbarschaftshelferinnen übernehmen auch Behördengänge, machen Besorgungen oder begleiten zum Arzt. Diese Tätigkeiten entlasten die pflegenden Angehörigen.

Erfolgreiche Zusammenarbeit

Die Zusammenarbeit zwischen der Sozialstation St. Anna und den örtlichen Nachbarschaftshilfen ist sehr eng, was Angelika Grimm auch im Sinne der Kunden sehr zu schätzen weiß. Erkennen die Fachkräfte der Sozialstation, dass bei einem Klienten die Unterstützung durch die Nachbarschaftshilfe angebracht wäre, empfehlen sie die Kontaktaufnahme zu dem ehrenamtlichen Dienst.

Die Einsatzleiterinnen der Nachbarschaftshilfe koordinieren die Einsätze. Allein in Mengen sind 60 Bürgerinnen und Bürger für den Dienst aktiv und leisten derzeit über 50 Einsätze. Da die Helferinnen die Personen, die sie besuchen, teilweise gut kennen, können auch sie einen pflegerischen Bedarf erkennen und zur Kontaktaufnahme mit der Sozialstation raten, um durch weitere Hilfen das Leben zu Hause zu erleichtern.

Ehrenamtliche werden professionell geschult

Die Helferinnen werden für ihre Aufgaben vorab von der Caritas geschult und erhalten einen Erste-Hilfe-Kurs. Teilweise haben sie einen Demenzbegleiterkurs absolviert. Sie unterliegen der Schweigepflicht. Die Nachbarschaftshilfen gehören zur jeweiligen Katholischen Kirchengemeinde. Für ihre Einsätze erhalten die Ehrenamtlichen eine Aufwandsentschädigung, und sie sind unfall- und haftpflichtversichert.

Anne Oschwald, erstellt am 01.12.2009


Die Nachbarschaftshilfe und die Sozialstation St. Anna

Die Nachbarschaftshilfen und die Sozialstation St. Anna arbeiten eng zusammen (v.l.n.r.): die Einsatzleiterinnen Cordula Leuze, Sieglinde Kessler, Roswitha Spiegelhalder, Roswitha Herchet zusammen mit Angelika Grimm (Leiterin Sozialstation St. Anna); nicht abgebildet: Einsatzleiterin Maria Weckerle.

Foto: privat