Morgens auf dem Acker abends frisch auf dem Tisch
TETTNANG - Im Rahmen des Projektes „Esskultur“ haben Bewohner des Pflegeheimes St. Johann eine Exkursion auf den Spargelhof Geiger unternommen.
Mit zwei Kleinbussen sind sie morgens bei Nieselregen auf den Spargelacker gefahren. Spargelbauer Thomas Geiger erklärte den Bewohnern den Anbau, die Pflege und die Ernte dieses Edelgemüses. Sobald die Spitzen unter der schwarzen Plastikfolie aus der Erde schauen, ist für den Spargelbauer die Zeit der Ernte gekommen.
Vor den Augen der Teilnehmer erntete Thomas Geiger das königliche Gemüse, indem er mit der einen Hand die Spargelspitze festhielt und mit der anderen mithilfe des Stecheisens in 30 Zentimeter Tiefe den Spargel abstach. „Jedes Loch müsse dann“, so der Spargelbauer „mit Erde wieder abgedeckt werden.“ Die Bewohner freuten sich, dass sie direkt vom Acker einen rohen Spargel probieren durften.
Nach der Ernte des Spargels ging es in die neue Spargelhalle auf dem Hof und die Bewohner konnten sich selbst überzeugen, wie arbeitsaufwendig das Waschen und Sortieren des Spargels ist. Nachdem im neuen Hofladen der Spargel für das Abendessen gekauft war, fuhr man wieder nach St. Johann. Dort wurde am Nachmittag von den Bewohnern und Mitarbeitern Kartoffel und Spargel geschält und die Soße gekocht. In Schinken gerollt wurde das Edelgemüse mit Beilagen am Abend serviert. Bewohner, Mitarbeiter und Angehörige konnten sich überzeugen, wie lecker der frische Spargel mundet.
Zum Schluss machte Thomas Geiger den Bewohnern den Zusammenhang von Spargel und St. Johann deutlich: „Wenn Sie im St. Johann am 24. Juni Ihr St. Johann-Fest feiern, ist die Spargelernte vorbei.“ Die Bewohner werden im Rahmen des Projektes noch mehr heimische Speisen kochen.
Autor: Norbert Schuster
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erstellt am 27.04.2010